Donnerstag, 17. Juli 2014

Das erste Mal mit Baby.... BAHN FAHREN!

Während wir gemütlich unsere Elternzeit in Australien verbrachten, beschloss eine liebe Freundin "spontan" von Kiel in den Süden Deutschlands zu ziehen - genauer gesagt in die Nähe von München...

Da stand ich nun wieder in Deutschland und sie war einfach weg - und fehlte mir sehr. Also - wie kam ich nun ganz schnell zu ihr hin mit meinem kleinen sechsmonatigen Racker??

Es mag angeischts der Tatsache, dass wir ja gerade 18 Langstreckenflugstunden hinter uns gebracht hatten, komisch erscheinen, aber - ich fliege wirklich ungern! Und so wurde anstatt des Fluges ein Zugticket gebucht. Schließlich gibt es da doch diese schicken "Kleinkind-Abteile"??


Gesagt getan - online gebucht, im ICE ab Hamburg einen Kinderabteil-Platz erwischt und los!

Und da kommt auch schon das größte und ich finde aber auch fast das einzige Manko zum Vorschein: das Gepäck.. Man (also ich) muss ja alles mit sich schleppen können - Gepäck plus Kind!
Also nix da Autositz, Kinderreisebett oder Klapp-Kinderhochstuhl!

Zum Glück hatte meine Freundin sogar noch einen alten Maxicosi auftreiben können ;-)

Also wurde der Kinderwagen bis ans Limit gepackt und der große Weltenbummler-Rucksack auf den Rücken geschnallt - und die Bauchtrage musste mit - im Notfall Baby vorn, Rucksack hinten und vorne den Wagen schieben...

Ganz autonom fuhr ich also mit dem Bus zum Zug und - es klappte alles gut! Nur einmal umsteigen mit extra Pufferzeit, und alles klappte wie am Schnürchen...

Und wie ist es nun in so einem "Mutter-Kind-Abteil"? Ich finde: gut. Ich habe nur normale Abteile mit einfach ein bisschen mehr Platz erlebt - es gibt aber angeblich auch welche mit Klettergerüsten und Krabbelfläche! Na ja, die Krabbelfläche habe ich mir mit Decke und Fell eben selbst gebaut :-) Was sehr nett ist - man lernt andere Mütter und ihren Nachwuchs kennen. Was natürlich wiederum auch sehr anstrengend sein kann :-)










Nur eines nervte wirklich: die Abteile waren nicht so sauber wie ich es mir mit Kind gern gewünscht hätte. Klar, Flecken auf dem Teppich lassen sich bei starkem Kinder-Gebrauch wohl nicht vermeiden - aber da lagen noch allerhand angebissene Lebensmittel, Plastikfetzen und Steinchen auf den Flecken herum, die man wirklich hätte mal wegsaugen können... Auf Nachfrage beim durchaus sympathischen Bahnpersonal die eher unfreundliche Antwort: man kann da ja nicht dauernd staubsaugen oder? Und die Kinder machen das ja eh wieder dreckig... Soviel dazu...














Die Reise war lang aber entspannt, das Kind schlief nach ein bisschen Schaukeln im Manduca auch einige Zeit und erkundete sonst den Boden mit all den Überraschungen ;-)

Fazit: Bahnfahren geht - wenn man wenig Gepäck mitnimmt, kaum umsteigt, unbedingt im Kleinkind-Abteil fährt und sich nicht schert, wenn das Kind einen uralten haarigen Keks in den Mund steckt...


Wie reist ihr am Liebsten mit Kind? 

Was sind Eure Erfahrungen mit der deutschen Bahn?!

Dienstag, 15. Juli 2014

Knickerbocker-Liebe - die Frida 2.0...

Ja, endlich habe ich mir nun auch den Frida-Schnitt zugelegt - und dabei gleich die neue Version "2.0" erstanden :-)

Und was soll ich sagen - ich bin ganz verliebt in die Knickerbocker-Variante!!! Einmal in Gr.80 und einmal in Gr. 86 (mit viel Zuwachs-Platz) genäht - meine Güte ging das schnell!

Und verarbeitet wurden Mamas alte Kleider (einmal alte Jeans und einmal ein Cordrock)  - plus Bündchen-Stoff von meinem neuen Lieblingsgeschäft in Kiel - "Polli Grün" (hier berichtet das FördeFräulein vom Shop...)





Aus alt mach neu...






Ringelbündchen... oh je... maritimer geht es nicht ;-)))






Der kleine Mann scheint auch ganz begeistert und robbt fröhlich in den neuen Beinkleidern durch die Wohnung...






Und endlich finde ich wieder Zeit zum Nähen - der Blog wird also aus seinem Dornröschenschlaf wachgeküsst ;-)

Und noch eine Randnotiz: die Frida 2.0 ist wirklich leicht zu nähen - absolut Anfängertauglich. Und sieht auch als "normale" Variante süß aus ;-)


Wo kauft Ihr gerne Euren Stoff? 
Im Netz oder im Ladenlokal um die Ecke?



Und bevor ich es vergesse - ab damit zu: 




Freitag, 20. Juni 2014

Montessori for me - erste Selbstversuche

Aaaaaalsoooo, ich bin keine Pädagogin. Nicht im Entferntesten. Aber ich habe mich immer schon für verschiedene Weltbilder und eben auch Erziehungsansätze interessiert - und bin ein bisschen bei Maria Montessori hängen geblieben. Ihr Leitsatz "Hilf mir, es selbst zu tun!" überzeugt mich einfach.

Und so habe ich viel im Netz gelesen, mir Bücher besorgt und mich einfach mit dem Thema beschäftigt. Und was soll ich sagen - ich richte mich und uns nicht strikt danach, aber ein paar Dinge versuche ich in unseren Alltag und in unsere Erziehung einfließen zu lassen. Denn es liegt so viel Liebe zum Kind und Respekt dem Kind gegenüber in dieser Pädagogikform, dass es einfach zu meiner Idee von Erziehung passt.

Für mehr Infos zum Thema möchte ich Euch drei tolle Blogs ans Herz legen:





Und an Büchern besitze ich diese beiden Exemplare:





Das "Schatzkörbchen"




So - und ich möchte Euch heute unseren "Schatzkorb" vorstellen. Damit der Zwerg nicht mit zu viel Spielzeug auf einmal überschüttet wird, präsentiere ich ihm immer nur einen Teil der Sammlung, und wechsle dann häufiger durch.

Eine schöne Idee zur Präsentation ist der Schatzkorb - hier kann man nach einem selbst ausgedachtem Thema Stücke zusammen stellen und dem Kind anbieten. Man zeigt erst einmal, wie man einzelne Stücke aus dem Korb nimmt, betrachtet, benennt, beschreibt und zurück legt. Dann ist das Kind dran. Mit seinen acht Monaten stürzt sich der Kleine aber einfach auf den Korb, packt alles aus und betrachtet dann die interessantesten Teile eingehend. Hier ein paar Beispiele:


Thema "Rot" - unschwer zu erkennen ;-)))





"Grün/Blau"






"Gelb"


Metall/Glänzen




Bis jetzt war der Korb mit dem Thema "Metall/Glänzen" der Hit ;-))) Und ich durchforste nicht nur die Spielzeugkiste sondern einfach auch alle Schubladen und Schränke um zu schauen, ob noch etwas dazu passt.

(Hier noch mehr Ideen für's Körbchen.. hier)

Nach Montessori werden auch viele Spielzeuge stets als "Pakete" angeboten - verschiedene Aktivitäten werden dazu oft auf jeweils einem Tablett angeboten. So weit sind wir noch nicht - ich glaube dazu sollte er zumindest selbst sitzen können!


So - und jetzt möchte ich allen Interessierten noch die Serie "Montessori für Einsteiger" von elternvommars ans Herz legen. Pragmatisch und schön bebildert beschreibt die Bloggerin Anna dort alles Wichtige rund ums Thema - und vor allem zeigt sie, wie sie Montessori mit ihrer Tochter und Familie lebt!

Und - was haltet ihr davon?

Das erste Mal mit Baby.... FLIEGEN!

Mit einem frischgeborenem Baby erlebt man plötzlich viele gewohnte Situationen ganz neu -
sei es das schnöde Einkaufen gehen (jetzt mit sperrigem Kinderwagen oder der Bauchtrage, mit der man sich durch die engen Supermarktgänge zwängt und versucht sich möglichst so zu bücken, dass das Kind nicht aufwacht..) oder der Besuch beim Lieblingsitaliener (da waren wir ewig nicht - zum Glück kann man da die Pizzen auch abholen und zu Hause essen ;-)) - irgendwie ist doch alles anders als vorher..

Habe ich ja nie glauben wollen!

Ist aber natürlich auch bei mir so ;-))

Also - lange Rede kurzer Sinn  - ich möchte über ein paar Dinge schreiben, die ich nun mit dem kleinen Herrn O. erlebe.

Also eine "Das erste Mal... mit Baby!" - Reihe. Ich hoffe es gefällt Euch ;-) Und ich hoffe ich finde bald mal wieder Zeit zum Nähen (der Zwerg wehrt sich momentan gegen das Einschlafen und da bleibt abends einfach keine Nähzeit mehr über...)...

Das erste Mal mit Baby.... FLIEGEN!


Wir haben uns das sehr früh getraut - mit dreieinhalb Monaten wurde der Räuber nach überstandener Impfung eingepackt und einmal um die Welt geflogen - na ja, nach Australien um genau zu sein.
Ich weiß - Strahlung, Stress und man findet auf jeden Fall eine Menge guter Argumente gegen einen Langstreckenflug mit einem so kleinen Kind - aber es war nun einmal unser Traum und ich bin froh, dass wir es uns zugetraut und ihm zugemutet haben.

Und wie war es?

Aufregend!! Aber mehr für uns als für den Kleinen - der hat nämlich 18 Stunden auf und an Mamas Brust verbracht und war mehr als zufrieden. Hat Starten und Landen konsequent verschlafen und war putzmunter als wir in Down Under ankamen - im Gegensatz zu uns!

Denn wir hatten uns einen Menge Sorgen gemacht. Je entspannter und pflegeleichter er war, desto mehr dachten wir "Ist alles gut? Wird er krank oder warum schläft er so viel? Oh je! Was tun wir da eigentlich??". Nach zwei Jetlag-Tagen, in denen der Kleine munter wie immer war und wir schlaftrunken versuchten, ihn ausreichend zu besaßen - ging es dann auch los. Unsere Elternzeit in der Wärme. Und die hat sich gelohnt!! Wir sind zusammengewachsen und haben so einiges erlebt. Ja - hätte man hier auch haben können; war aber trotzdem toll!

Und jetzt noch einige Tipps zum Fliegen - und - lasst Euch keine Horrorgeschichten erzählen - es ist echt nur halb so schlimm!


vor dem Flug:

  • ich habe viel im Internet gelesen - z.B. bei Kidsaway - und eine gute Packliste erstellt; vor allem auch für das Handgepäck (Feuchttücher, Wechselklamotten, Wickelunterlage, pipapo...)

Unser Gepäck für drei Monate Elternzeit... 

  • wenn das Kind noch klein genug ist - ein Baby Bassinett (Babybett) reservieren! Unser Kind lag da fast gar nicht drin - aber man hat mehr Beinfreiheit und es ist eine super Ablage für all den Kram den man dabei hat! Und wohin kommt das Baby wenn die Eltern essen? Genau!

Baby Bassinett bei Emirates

  • besitzt man einen flugtauglichen MaxiCosi kann man ihn auf gut Glück mit an Bord nehmen - sind mehrere Sitze frei, darf man dann nämlich umsiedeln und kann das Kind auf einen eigenen Sitz im MaxiCosi schnallen (ist sicherer und einfach praktisch) - geht aber nur wenn Sitze frei sind, sonst muss man nämlich einen eigenen Sitzplatz bezahlen...
  • Man hört oft: die Kinder haben riesige Probleme mit den Ohren beim Starten und Landen - wir können davon nicht berichten. Zur Not hatten wir aber Nasentropfen, Paracetamol-Zäpfchen und Ohrenschützer dabei. Stillen/Trinken beim Abheben/Landen soll auch helfen - Herr O. hat es aber vorgezogen einfach zu schlafen..

beim Fliegen:

  • unbedingt Bauchtrage/Tragetuch mitnehmen!!!!!! Sowohl beim "Umsteigen" als auch während des Fluges unverzichtbar!
  • Wickeln auf der winzig kleinen Wickelunterlage im Flugzeug ist hoch dramatisch - da spült der Papa schon mal im Eifer des Gefechts die Strumpfhose die Flugzeugtoilette runter... ;-) Eine weiche Wickelunterlage ist zu empfehlen! Und man wickelt am Besten seitlich.
  • an Bord gibt es immer kleine Geschenke für's Baby/Kind, es gibt Gläschen (meist Fruchtgläschen) und stilles Wasser. Gläschen können auch aufgewärmt werden.
  • ich fand eine Decke fürs Kind wichtig - es ist nämlich ganz schön kalt da oben...
  • ist es Babys erster Flug? Dann darf man oft ins Cockpit :-)))))

Gedanken über das Fliegen:

  • Ich finde je kleiner das Kind ist umso einfacher ist das Fliegen. Auf dem Hinflug war er dreieinhalb Monate alt, das war wirklich absolut unproblematisch! Auf dem Rückflug mit sechs Monaten war es schon anstrengender - wahrscheinlich ist die Krabbelphase oder das Laufenlernen aber noch kräfteraubender ;-)
  • Wenn das Kind schreit möchte man sich am Liebsten verkriechen und macht sich Sorgen, was all die anderen Fluggäste denken - so ein Quatsch oder? Ging mir aber auch so, als O. auf dem Rückflug anfing zu brüllen - und zwar auf der Rollbahn kurz vor dem Abflug. Ich dachte "Alle haben Recht - das Strafen und Landen ist dann wohl doch furchtbar!" Und was passierte? Das Kind drückte ordentlich, mit einem lauten Schrei war die Windel voll und das Kind fiel in einen Erschöpfungsschlaf, noch bevor der Flieger abhob...
  • Den Papa nicht im Flugzeug wickeln lassen ;-))))

Und Eure Erfahrungen? 

Bist Du auch schon mal mit einem Baby/Kind geflogen und hast noch einen guten Tipp? 

Und welche Unternehmungen sind für Euch ganz "neu" mit Baby?

Ich freue mich auf Eure Meinung!
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...